A Tribe Called Quest

A Tribe Called Quest ist der Name einer US-amerikanischen Hip Hop Band, die sich 1985 gründete. Ihre Mitglieder sind der MC und Produzent Q-Tip (bürgerlicher Name Jonathan Davis, später umbenannt in Kamaal Ibn John Fareed, 1970 geboren), Phife Dawg (bürgerlich Malik Isaac Taylor, 1970 geboren) Ali Shaheed Muhammad (1970 geboren). Ihr viertes Mitglied, Jarobi White (1971 geboren) verließ die Crew nach dem ersten Album 1991.

Zusammen mit De La Soul war A Tribe Called Quest das bekannteste Mitglied der alternativen „Native Tongues Posse“. Viele ihrer Songs, darunter „Can I Kick it“, „Bonita Applebum“ oder „Jazz“ gelten heute als Klassiker des Golden-Era Raps der Neunziger Jahre und als Wegbereiter des politisch motivierten Alternative Rap.

Q-Tip und Phife Dawg kennen sich seit ihrer Kindheit in Queens, New York. Sie pflegten gute Kontakte zu „The Jungle Brothers“, die auf die gleiche High School gingen. The Jungle Brothers überredete die Crew auch den etwas sperrigen Namen “A Tribe Called Quest” anzunehmen. Q-Tip hat einige Gast-Parts auf deren Debütalbum „Straight Out The Jungle“. 1989 unterschrieb die Crew einen Demo-Deal mit Geffen Records, bekamen aber keinen Vertrag für ein volles Album. Diesen erhielten sie später bei Jive Records. Hier erschien dann 1990 ihr Debüt „People’s Instinctive Travels and the Paths of Rhythm“. Thematisch enthielte es leichte Themen wie Sex, Jugend und bewusstes Leben. Das Album erhielt in der damaligen Rap-Bibel „The Source“ ein 5-Mic-Rating, die höchste zu erreichende Punktzahl. Kommerziell war das Album dennoch nur ein moderater Erfolg.

1991 folgte „The Low End Theory“, das sozialpolitischere Züge trug. Als Gastrapper erschienen darauf unter anderem Busta Rhymes und Brand Nubian. Die Musikpresse, unter anderem der „Rolling Stone“, waren begeistert von dem Album. Hier erreichte das Album Platz 154 der 500 besten Alben aller Zeiten.

1993 kam dann das bereits heiß erwartete „Midnight Marauders“ heraus. Die Single „Award Tour“ sollte mit Platz 47 in den Billboard Hot 100 Charts und Platz Nr. 1 in den Rap Single Charts die höchstplatzierte Single der Bandgeschichte werden. Kritiker und Fans waren begeistert. Das Album war auch kommerziell ein großer Erfolg.

1996 folgte „Beats, Rhymes and Life“. Es wurde zu den Zeiten der Rivalität zwischen The Notorious B.I.G. und 2Pac aufgenommen und bezieht sich gelegentlich darauf. Das Album stieg auf Platz 1 der Charts ein und verkaufte sich über eine Million mal. Trotzdem wurde das Album von der Musikpresse etwas schlechter rezensiert als die Vorgänger.

1998 erschien dann das bis heute letzte Album der Crew, „The Love Movement“. Mit dessen Erscheinen verkündete A Tribe Called Quest ihr Auflösen auf Grund von künstlerischen Differenzen. Musikalisch erinnerte das Album an die positive, jazz-orientierte Grundstimmung der ersten drei Platten. Die Lead-Single war „Find a Way“ und fand auch ihren Weg ins Mainstream-Radio. Das Album erreichte Platin-Status.

2004 kam es zu einer Reunion von A Tribe Called Quest, als sie als Headliner des „Rock the Bell“ Festivals auftrat. 2006 spielte sie einige Konzerte in den USA, Kanada und Mexico.

Studioalben von A Tribe Called Quest
People’s Instinctive Travels and the Paths of Rhythm (1990)
The Low End Theory (1991)
Midnight Marauders (1993)
Beats, Rhymes and Life (1996)
The Love Movement (1998)

Mehr Infos
2011 erschien ein Dokumentarfilm namens „Beats, Rhymes & Life: The Travels of a Tribe Called Quest“ unter der Regie von Michael Rapaport.
Offizielle Website von A Tribe Called Quest

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