Dr. Dre

Dr. Dre (bürgerlich Andre Romelle Young, geboren am 18. Februar 1965 in Compton, Kalifornien) ist ein amerikanischer Musikproduzent und Rapper. Er ist CEO von Aftermath Entertainment und Beats Electronics. Seit dem Verkauf von Beats Electronics an Apple 2014 für 3 Milliarden US $ kann sich Dr.Dre als der erste Hip Hop Milliardär bezeichnen und dürfte damit die reichste Person in der amerikanischen Hip Hop Szene sein.

Dr. Dre begann seine Karriere als DJ im Club „The Eve After Dark“. Hier traf er Rapper Antoine Carraby, mit dem er später in der Gruppe N.W.A. zusammen arbeiten sollte. 1983 begann Dr.Dre seine Performerkarriere in der Elektro Gruppe „World Class Wreckin’ Cru“. 1986 traf er Ice Cube, für den er ab 1986 die Gruppe N.W.A. produzierte. 1988 erschien „Straight Outta Compton“, der große Durchbruch für N.W.A.

1991 verließ Dr. Dre N.W.A. nach Streit mit Eazy-E und auf Anraten seines Freundes, Bodyguards und Texters Suge Knight. Suge Knight, der später eine zwielichte Rolle in dem Konflikt zwischen Tupac und The Notorious B.I.G. spielen sollte, schaffte es angeblich unter Gewaltandrohung, Dr. Dre aus seinem Vertrag mit Eazy-E herauszuverhandeln. Dr. Dre sollte sein Primus bei der Gründung des neuen Labels „Death Row Records“ werden.

Durch seinen Stiefbruder Warren G traf Dr. Dre auf Snoop Doggy Dogg, den er auf diversen Tracks auf seinem 1992 erschienenen Debütalbum „The Chronic“ rappen ließ. Dabei erfand Dr.Dre die Hip Hop Stilrichtung des G-Funks, benannt in Anlehnung an den P-Funk George Clintons.

Das ebenfalls von Dr. Dre 1993 produzierte Debütalbum von Snoop Doggy Dogg, „Doggystyle“ sollte ein Riesenhit werden und sich innerhalb der ersten Woche fast eine Million mal verkaufen.

„Keep Their Heads Ringin“ von 1995 wurde sein nächster großer Hit. Das auf dem „Friday“ Soundtrack erschienene Stück sollte sich als Single bis in die Billboard Top 10 vorarbeiten.

1995 produzierte er mit dem frisch bei Death Row unter Vertrag genommenen Tupac „California Love“, den bis dahin größten Hit für Dr. Dre und Tupac. Funk-Legende Roger Troutman sang den Chorus dazu auf seiner Talk Box.

1996 produzierte Dr. Dre „No Diggity“ für die R&B Group „Blackstreet“, einen weiteren kommerziellen Erfolg.

Nach dem Tod von Tupac 1996 nahm Dr. Dre die Single „Been There, Done That“ auf, die als Abschied an den Gangster-Rap verstanden werden kann. Sie floppte kommerziell, und sein Label Aftermath schien in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen. 1998 kam es zu dem Wendepunkt von Aftermath, als Jimmy Iovine, Dre nahe legte, Eminem unter Vertrag zu nehmen. Angeblich wusste Dr.Dre nicht, dass Eminem kein Afroamerikaner ist, bis sie sich das erste Mal trafen. Der signte Eminem und produzierte das äußerst erfolgreiche Debüt „The Slim Shady LP“. Dies rettete Aftermath aus seiner finanziellen Schieflage.

Im Jahr 2000 brachte Dr. Dre dann sein zweites Soloalbum heraus, „Chronic 2001“. Devin the Dude, Snoop Dogg, Xzibit und Nate Dogg gaben sich darauf die Klinke in die Hand, das Album wurde ein riesiger Erfolg.

2003 bewies Dr. Dre mal wieder sein goldenes Händchen mit der Produktion von „Get Rich Or Die Tryin’“ des Rappers 50 Cent.

Es folgten weitere Alben mit Raekwon, sowie Tracks mit Snoop Dogg, Jay-Z, Missy Elliott und Justin Timberlake.

Seit 2001 soll Dr. Dre an seinem dritten Studioalbum arbeiten, Arbeitstitel „Detox“. Teile davon sind geleakt, der lange Produktionszeitraum scheint aber darauf hinzuweisen, dass das Album wohl nie veröffentlicht werden wird. Dres Verantwortung bei Beats scheint ihm keine Zeit mehr für eigene Projekte zu lassen, so ließen Freunde Dres in Interviews verlauten.

Dr. Dre gilt als Perfektionist – Er soll den Rapper Bishop Lament eine einzige Zeile Text 107 mal wiederholen haben lassen, bis sie perfekt war.

Studioalben von Dr. Dre
Straight Outta Compton (1988)
Niggaz4Life (1991)
The Chronic (1992)
Chronic 2001 (2000)

Weitere Infos
Offizielle Website von Dr. Dre

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