Marusha

Marusha APHRODITE Gleiß – nur so kann eine DJane heißen! Die Frau, die sinnbildhaft wie keine zweite in Deutschland für Techno in den 90ern steht (und das, obwohl sie halbe Griechin ist) wurde aber 1966 zunächst einmal als Marion Gleiß geboren, änderte diesen Namen aber umgehend in Marusha, als 1990 das entsprechende Gesetz fiel.

Ihre Karriere startete sie 1990 beim damals noch existierenden DDR Radiosender DT64 mit ihrer Sendung DANCEHALL, die 1992 in RAVE SATELLITE umbenannt wurde – and guess what: Nach einigen Umfirmierungen und Fusionen enstand aus diesen und anderen Fragmenten das heute immer noch extrem populäre Radio Fritz. Ein weiterer Fun Fact: Parallel moderierte Marusha in der ARD das Jugendmagazin FEUERREITER.

Seit 1991 produzierte Marusha ihre eigene elektronische Musik, der große Aufschlag gelang ihr dann 1994 mit dem ewig unvergessenen Titel “Somewhere over the rainbow”. Das Lied ist eine gut gelaunte Coverversion des gleichnamigen Songs aus dem Film THE WIZARD OF OZ (1939). Über 500.000 verkaufte Platten und Platz in den Charts waren das beeindruckende Resultat. Ach, stop! Da war ja noch was: Im gleichen Jahr erhielt sie die größte Auszeichnung, die Starts in Deutschland damals zuteil werden konnte – der Goldene Bravo Otto (in der Kategorie Rap & Techno, was eine sehr lustige Kategorisierung ist…)

Von diesem Moment an startete Marusha richtig durch. Ihr Alben RAVELAND (u.a. “It takes me away”) und der Nachfolger WIR (u.a. “Deep”, “Unique”) wurden große Charterfolge und Marusha füllte weltweit die Hallen und Discotheken. Das Ganze ging bis 1997/98, das neue Album NO HIDE NO RUN konnte nicht mehr an die großen Erfolge anknüpfen. Es folgten einige neue Projekte, keines brachte allerdings den Erfolg der frühen 90er Jahre zurück. 2007 moderierte Marusha zum letzten Mal RAVE SATELLITE, trat danach noch in der Jury bei POPSTARS ON STAGE auf und spielte in einer Folge von DAS PERFEKTE PROMIDINNER mit. Ein Symbol dafür, dass die Karriere nun wirklich zu Ende ist.

Was bleibt? Marusha war und ist eine Ikone des Techno der 90er Jahre. Nur wenige andere (wie etwas Westbam, Mark’Oh, U96) haben diese Zeit und eine ganze Generation so geprägt wie die junge Frau mit den grünen Augenbrauen. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich den Refrain höre und Marushas zarte Stimmte haucht: “Sooooooomewheeeeeeeere, over the rainbow….”

Studioalben von Marusha
Raveland (1994) (DE # 4)
Wir (1995)
No Hide No Run (1998)
Nonstop (2002, Mix-CD)
Offbeat (2004)
Heat (2007)
Club Arrest (2012)

Weitere Infos
Offizielle Website der DJane Marusha

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